12 Punkte, um sich in ein Burnout zu bringen

Emotional erschöpft, körperlich erschöpft, mental erschöpft. Wenn man sich nach anhaltender Belastung so fühlt, spricht man von einem Burnout. Hinweise und Konzepte zur Prävention gibt es viele. Eines, das auf den ersten Blick irritierend erscheint, kommt hier:


"Wie bringe ich mich in ein Burnout" - das ist die Überschrift eines 12-Punkte-Plans, den Hypnotherapeut und Psychologe Ortwin Meiss aus Hamburg in seinem Buch "Hypnosystemische Therapie bei Depression und Burnout" anführt. Lesen und sich dazu seine eigenen Gedanken machen, reicht in dem Fall aus, deshalb hier einfach nur die 12 Punkte aus dem Buch (Carl Auer Verlag):


1. Stelle deine Arbeit an die erste Stelle. Ziehe deine Selbstbestätigung nur aus dem, was du schaffst. Verachte Menschen, die es sich einfach oder gemütlich machen. Wer auf entspannte Weise arbeitet und sich dabei nicht anstrengt, arbeitet nicht. Nur, wenn du am Ende des Arbeitstages erschöpft und fix und fertig bist, hast du wirklich etwas geschafft.


2. Mache viele bezahlte Überstunden. Fühle dich für alles verantwortlich. Sage niemals Nein, wenn jemand dich um einen Gefallen bittet. Lasse Urlaubstage großzügig verfallen. Wenn du selbstständig bist, rechne dir aus, was dich ein Urlaub kostet und wie viel Verdienstausfall du durch einen Urlaub hast, verzichte am besten ganz auf den Urlaub.


3. Gib dir niemals Bestätigung für das, was du tust, mache dir klar, dass immer noch mehr geht. Wenn etwas nicht klappt, sei mit dir selbst unerbittlich. Strenge dich einfach noch mehr an. Steige niemals von einem toten Gaul ab, sondern gib ihm noch mehr die Sporen und prügle auf ihn ein.


4. Vernachlässige deinen Freundeskreis. Wenn du mal Freizeit hast, sprich nur über berufliche Themen. Nur die Leute sind wichtig, die dich beruflich weiterbringen. Wenn du abends alleine zu Hause bist, dann gibt es ohnehin niemanden, der dich interessiert. Besser also wieder an den Schreibtisch zu gehen.


5. Gestalte die Grenzen zwischen Freizeit- und Arbeitsbereich fließend. Am besten so, dass sich alles miteinander vermischt. Sei immer erreichbar und nimm deine Arbeit überallhin mit. Beantworte deine Mails und höre deine Sprachbox regelmäßig ab. Brich den Urlaub frühzeitig ab, um wieder zum Schreibtisch zurückzukehren.


6. Arbeite auf eine Beförderung hin, die entweder nicht kommt oder dir noch mehr Arbeit bringt oder dich inhaltlich komplett überfordert.


7. Lerne auf keinen Fall zu delegieren, sondern mach dir klar, dass du selbst alles am besten kannst. Da du nie Zeit hast, hast du auch keine Zeit, jemanden anzulernen oder zu instruieren. Es geht ohnehin schneller, wenn du alles selbst machst.


8. Beeil dich, wo du auch kannst, und treib dich permanent an. Pausen sind ungenutzte Arbeitszeiten und werfen dich um Längen zurück. Es kommt drauf an, als Erster und Schnellster das Ziel zu erreichen. Denk dran: Wer schneller lebt, ist früher fertig.


9. Arbeite dich in einen Rausch, sodass du die Signale deines Körpers nicht mehr hörst. Wenn der dann doch so laut Protest gegen deinen Arbeitsstil einlegt, dass du ihn nicht mehr ignorieren kannst, greife zu Medikamenten oder Drogen, um ihn ruhigzustellen und schnell wieder arbeitsfähig zu werden.


10. Wenn es nicht mehr geht, sieh es auf keinen Fall als eine Rückmeldung deines Organismus, dass das Leben, das du führst, deiner Gesundheit geschadet hat, sondern frag dich, warum plötzlich nicht mehr geht, was immer gegangen ist.


11 Wenn du nichts mehr hinbekommst, sieh es zusätzlich als persönliches Versagen, denn wer wirklich leistungsfähig ist, braucht keinen Urlaub und auch keine Freizeit.


12. Arbeite so, dass die erwarteten Belohnungen für die Arbeit auf keinen Fall gesichert sind, sondern die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie nie kommen. Wenn du fest erwartest, dass sich deine Leistung positiv auszahlt und diese Auszahlung dann ausbleibt oder du sogar noch ins Minus gerätst, ist das Burnout da, und nichts geht mehr.


Und? Wie würde Ihre ganz persönliche, individuelle Anleitung lauten?


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