Journal-Writing - ein Trend mit Sinn

Wenn Michelle Obama Journal-Writing empfiehlt und ein eigenes Ausfüll-Journal auf den Markt bringt, dann kann man sagen: Der Trend des Journal-Writing hat sich wohl durchgesetzt. In Wien und international. Und das völlig zurecht, denn es gibt viele gute Gründe, täglich zu schreiben.


Schon 15 Minuten zu schreiben und das nur dreimal pro Woche, hat positive Effekte auf unser Wohlbefinden und sogar auf unser Immunsystem, wie eine Studie in den USA gezeigt hat. Schön und erfreulich, dass immer mehr Menschen Journal-Writing betreiben. Auf der ganzen Welt, auch in Wien.


Journal Writing - was bringt´s?


Journal Writing - das bedeutet unterschiedliche Dinge: in jedem Fall regelmäßig mit der Hand aufzuschreiben, wie es einem geht. Oder sich einem speziellen Thema schreibend zu widmen, also zum Beispiel der Dankbarkeit und alles, wofür man dankbar ist in seinem Journal zu notieren. Oder ein Erfolgs-Journal zu führen und alle Momente niederzuschreiben, in denen man sich erfolgreich gefühlt hat. Das hilft dabei, unseren Fokus auf diese Dinge zu richten und sie deutlicher wahrzunehmen als würden wir sie nicht aufschreiben.


Heißt: Durch Journal-Writing lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge, die uns guttun. Wir gewinnen ganz viel Einblick, wie es uns wirklich geht und können Erlebtes dadurch gut verarbeiten. Oder auch etwas ans Papier abgeben, um uns nicht länger damit belasten zu müssen.


Journal Writing - das ist doch Tagebuch schreiben, nur heißt es jetzt anders


Journal Writing ist tatsächlich nicht einfach Tagebuch-Schreiben so wie ich das als junges Mädchen kannte. Die englische Sprache ist da übrigens präziser, sie unterscheidet zwischen "Diary", unserem Tagebuch und dem "Journal". Diary und Tagebuchschreiben meint demnach, dass wir festhalten, was an den Tagen, die wir erleben, geschehen ist. Journal-Writing hingegen meint die Auseinandersetzung mit uns selbst und das Reflektieren - es geht um unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse, unser Erleben. Sprich: Durch Journal-Writing haben wir die großartige Möglichkeit uns selbst besser kennenzulernen. Auf sehr einfache und angenehme Weise. Nämlich einfach, indem wir in kurzer Zeit aufschreiben wie es uns geht. Wir können gar nicht anders als uns dadurch besser und besser kennenzulernen und besser und besser mit uns umgehen zu lernen.


Wieder nachlesen oder nicht?

Ich werde oft gefragt, ob es wichtig ist, nach einiger Zeit noch einmal nachzulesen, was man geschrieben hat. Und die Antwort ist: je nachdem wie man mag. Wenn man das Bedürfnis hat, dann gerne nachlesen - oft ist es spannend im Nachhinein zu lesen, wie man welche Situation erlebt hat oder wie man sich weiterentwickelt hat. Auch wie man Probleme gesehen hat und wie man sie im Nachhinein bewertet. Wenn man kein Bedürfnis hat, nachzulesen, dann kann man es auch gut sein lassen. Etwas ans Papier abgegeben zu haben, heißt auch, dass es dort gut aufgehoben ist. Und hilfreichen Effekt hat das Journal-Writing auch schon während des Schreibens.



(Und ja, auch die Technik des Hypnowriting wie ich sie in den Einzelcoachings verwende und meinen Klient*innen oder Workshop-Teilnehmer*innen beibringe, eignet sich für Journal-Writing.)



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