Hilft Hoffnung besser durch Krisen als Achtsamkeit?
- vor 22 Stunden
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Es gibt Momente im Leben, in denen äußere Umstände so viel Druck erzeugen, dass das Wohlbefinden, das Engagement für die eigene Arbeit und die innere Widerstandskraft auf eine echte Probe gestellt werden. Die COVID-19-Pandemie war für viele Menschen genau so eine Zeit. Und doch zeigte sich: Manche Menschen gingen gestärkt aus ihr hervor — oder zumindest nicht zerbrochen. Was hat ihnen dabei geholfen?

Eine 2024 im Fachjournal Stress and Health veröffentlichte Studie von Scott, Ferrise, Sheridan und Zagenczyk gibt darauf eine interessante Antwort. Die Forschenden untersuchten Beschäftigte der Musikindustrie während der Pandemie — eine Berufsgruppe, die besonders hart getroffen wurde — und stellten dabei eine spannende Verbindung zwischen Hoffnung, positiven Gefühlen, Resilienz und Engagement fest.
Diese Studie wird aktuell auch im Psychologie Podcast Kopfzerbrechen besprochen — und sie gibt Anlass, einmal genauer hinzuschauen, was Hoffnung eigentlich ist, wie sie entsteht und — das ist das Entscheidende — wie wir sie aktiv kultivieren können.
Was die Studie zeigt
Die Untersuchung folgte Musikbranchenarbeitenden über mehrere Erhebungswellen hinweg und modellierte die Beziehungen zwischen verschiedenen psychologischen Variablen. Das Ergebnis: Achtsamkeit wirkte beruhigend. Aber Hoffnung, in Kombination mit positiven Gefühlen, sorgte dafür, dass die Menschen mehr Antrieb und Motivation hatten und leichter ins Tun kamen.
Wer im Moment präsent ist, wer sich nicht von Katastrophengedanken fortreißen lässt, wer den Fokus halten kann — der oder die kann sein Wohlbefinden beeinflussen. Und wer handlungsfähig sein möchte, braucht auch den Blick nach vorne, dabei kann Hoffnung helfen.
Hoffnung ist hier nicht romantisch gemeint. In der psychologischen Forschung bezeichnet Hoffnung die Überzeugung, dass es Wege zu einem Ziel gibt und dass man selbst die Motivation hat, diese Wege zu gehen. Beides. Nicht nur Wünschen, sondern auch Gestalten.
Wie Schreiben dabei helfen kann, Hoffnung zu kultivieren
Hoffnung entsteht nicht durch bloßes positives Denken. Sie entsteht, wenn wir uns in Verbindung setzen mit uns selbst — wenn wir spüren, was wir wollen, welche Wege sich vielleicht zeigen, welche inneren Ressourcen noch vorhanden sind, auch wenn sie gerade verdeckt wirken.
Schreiben kann genau diesen Prozess unterstützen. Zusätzlich zu einem eher rationalen Auflisten von Lösungsideen oder Momenten, die Hoffnung schenken, kann auch das Eintauchen in den eigenen inneren Raum hilfreich sein — das Schreiben, das nicht bewertet und nicht kontrolliert, sondern fließt.
Im Hypnowriting®-Prozess entsteht durch eine Trancereise zunächst ein Zustand innerer Ruhe und Offenheit. Dann — im Tranceschreiben — können Worte entstehen, die aus einer tieferen Schicht kommen als das alltägliche Denken. Worte, die Bilder erzeugen. Bilder, die Gefühle berühren. Und manchmal: Gefühle, die Hoffnung tragen, auch wenn wir das nicht erwartet hätten.
Was das für den Alltag bedeutet
Man muss keine Schreibkünstler*in sein, keine Musiker*in, keine Coach*in. Manchmal reicht die Bereitschaft, sich selbst zuzuhören.
Die Studie von Scott und Kolleg*innen erinnert uns daran, dass sich Resilienz und Hoffnung als Fähigkeiten entwickeln lassen — durch Praktiken, die den Blick weiten und die das Gefühl stärken, nicht ausgeliefert zu sein, sondern handlungsfähig.
Schreiben ist eine solche Praxis. Hypnowriting® ist eine solche Praxis.
Diese Studie besprechen wir im Psychologie-Podcast „Kopfzerbrechen – Psycho-Inspiration für Praxis und Alltag“ in unserer ersten Folge. Zu hören, überall, wo es Podcasts gibt. Jeden Donnerstag mit einer neuen Folge.
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